Die Kunst imitiert das Leben …
sagt man, doch das Ganze hat auch eine andere Richtung. Gelegentlich imitiert das Leben die Kunst. Daß Terroristen zivile Flugzeuge als Raketen mißbrauchen könnten, hatte Tom Clancy schon lange vor 9/11 in Romanform festgehalten. Jules Vernes schrub von Hubschrauben und U-Booten, lange bevor sie erstmals gebaut wurden (wobei das mit den U-Booten durchaus diskutiert wird - dieses kleine Detail möge den geneigten Leser jedoch nicht von der Grundaussage ablenken). Romane sind heutzutage ja schwer out, weswegen nunmehr das bewegte Bild den imaginativen Fortschritt zu zeichnen für sich in Anspruch nimmt. Fernsehen for Volksbildung, sowas ähnliches wußte man schon 1996. Das Leben imitiert die Kunst und das oft mit erschreckendem Detail.
Mithin muß ich der Ausführung des Gerichts aber hier recht geben, wenn auch aus anderen Gründen, als so mancher anderer. Daß man niemanden zwingen können sollte, Vater zu werden, erscheint einleuchtend (”Mein Spermium gehört mir!”
). Daß dies so rum wie andersrum gelten sollte, hat sich aber leider noch nicht bis zu allen herumgesprochen.

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