Rosa Freundlichkeit

Die Niederlassungen der Deutschen Telekom mit all ihren Töchtern sind ja gemeinhin als Tempel der Inkompetenz bekannt, geleitet von rosa Erzkardinal-Halsabschneidern, die natürlich immer nur unser Bestes wollen (unser Geld nämlich). Tatsächlich lassen die Priester der magentafarbenen Telekommunikation für gewöhnlich keine Gelegenheit aus, den Kunden wissen zu lassen, daß er sich doch in guten Händen befindet.

Ich habe die März-Aktion der T-com genutzt, um meinen DSL-Anschluß ohne Bearbeitungsgebühr auf DSL6000 aufbereiten zu lassen. Das funktioniert auch ohne Probleme, wenn auch nur in der Variante bis 3000. Naja, kann ich mit leben. Am 22. März wurde ich, also mein Anschluß, dann umgeschaltet und es lüppt. Alles schön schnell. In der Aprilrechnung wurde dann anteilig für jene 8 Tage DSL6000 abgerechnet, sowie für den April im Vorraus. Und für den April DSL1000. Nun gut, ich habe dann bei der Hotline angerufen und nach nur fünf Minuten “Hello.. aheiiijjaaaa. aloha heija”-Gedudel in der Warteschlange erreichte ich sogar eine Mitarbeiterin. Nun bin ich, was die Hotline der Telekom betrifft ja durchaus schon leidgeprüft und erwartete eine langwierige Auseinandersetzung mit einem gelangweilten wie unmotivierten Mitarbeiter ohne Ahnung. Stattdessen begrüßte mich allerdings eine durchaus angenehme Frauenstimme, die nach kurzer Rücksprache (wohl mit ihrem Vorgesetzten, die dürfen ja auch nichts entscheiden) feststellte, daß dies wohl ein Fehler seitens der Telekom sei und ich mit der nächsten Rechnung eine entsprechende Gutschrift erhalten werde. Ich spielte noch kurz mit dem Gedanken, darauf hinzuweisen, daß jene Tage Ende März von mir ebenfalls doppelt bezahlt worden seien und ich außerdem keinerlei Interesse hätte, der Telekom einen zinslosen Kredit zu gewähren also auch eine entsprechende Zinsgutschrift erwarte - dachte mir aber dann, daß die paar Cent den Aufwand kaum rechtfertigen würden, bedankte mich artig und lag auf.

Circa zwei Stunden später rief mich eine Mitarbeiterin der Telekomniederlassung Passau an, teilte mir sich nochmals entschuldigend mit, daß es sich tatsächlich um einen Fehler der Telekom handele und sollte die Gutschrift nächsten Monat fehlen, solle ich mich doch sofort bei ihr persönlich melden, sie würde sich dann ebenso persönlich der Sache annehmen.

Na also. Es geht doch. Das ist Service, so muß das gehen. Ein Lob an die Sachbearbeiterin. Hat man tatsächlich begonnen, am eigenen Ruf zu arbeiten? Schön wär’s jedenfalls. Es scheint sich jedenfalls zum Guten zu entwickeln.

Daß besagter rosa Riese allerdings für einen simplem Umzug eines Telephonanschlusses mit DSL knappe einhundertdreißig Euro (sic!) von mir haben will, ist im Übrigen mit den üblichen Begriffen wie “Unverschämtheit” oder “Wucher” nicht hinreichend beschrieben. Verdammte Halsabschneider. *sauersei*

Verdammte was?
Können Sie das nochmal wiederholen, mein Herr? ;(

Aschebeschärrr - eh. Ach ne. Das war was anderes.

“Halsabschneider”. Rosa.

Sehr geehrter Herr Christian,
jawohl genau diese Halsabschneider. Die Rosanen. Die rosanen Halsabschneider. Die Halsabschneider in Rosa bei denen manchmal einen kompletten Tag nix geht, kein Internet und kein VOIP, und zwar in einem kompletten Stadtviertel. (Goth sigh dunk nutze ich kein VoIP sondern einen normalen Festnetzanschluss sowie o2 Genion, die Marktführer!

Das ist doch alles nur Gräulpropaganda. :(