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Protected: Neue Wohnung

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Rosa Reloaded

Ein Hoch auf die telekomischen Streikbrecher! Nein, nicht weil ich meine, der Rosa Riese sei mit dem Festhalten an seiner Position im Arbeitskampf im Recht. Nicht wirklich. Aber mitten im Streik der telekomischen Gewerkschaftsmitglieder um zuziehen, brachte in mir die dunkle Vorahnung herauf, womöglich mehrere Wochen oder gar Monate auf meinen Anschluß an die Informationsfreiheit verzichten zu müssen. Wie sich herausstellte, jedoch unbegründet. Zwei Tage vor dem angekündigten Termin sitze ich daheim an meinem Rechner, der bald an Altersschwäche einzugehen droht, aber das ist eine andere Geschichte, und treibe mich in den Weiten des Datenmolochs World Wide Web herum. Life is good. Sometimes.

Not so good ist allerdings der Betrag, mit dem sich die Rosa Vorstandsvorsitzenden (ihres Zeichens Kapitalisten aus dem Bilderbuch) diesen Umzug bezahlen lassen.

  • Bereitstellung Call Plus/T-Net – 59,95 EUR einmalig.
  • Bereitstellung von T-DSL 6000 am T-Net – 99,95 EUR einmalig

Dafür, daß irgendein Techniker ein paar Mausklicks tätigt, ist das ‘ne Menge Holz. Und unverschämt. Ich habe ja noch nichteinmal den Postleitzahlenbereich, ganz zu schweigen vom Vorwahlbereich, verlassen. Okay, daß das kommt, wußte ich auch vorher schon, aber es enerviert doch jedes Mal auf’s Neue. Halsabschneider, dreckige!

Leider gibt es hier, trotz Studentenstadt, noch immer keine geeigneten Alternativen. :(

Datenunfug

Die Kündigung, die ich dem Vermieter bezüglich des von mir und der Frau, welche über mein Leben gebietet (Nicht die Mama!), bewohnten Wohnraumes übergeben hatte, trug auch einen Absatz über die nicht enden wollende Kakophonie elektronischer Bauart, welche unsere Zimmerdecken penetriert als seien sie aus Gitarrenholz und baulich so konstruiert, als daß sie die Bewohner dieses Schallraumes möglichst intensiv mit den (anti-)musikalischen Gepflogenheiten der nie schlafenden Nachbarschaft berauschen möge.

Nun fand sich heute eine Kopie dieser geharrnischten Vermieterdirektansprache in den Händen einer der dort erwähnten Mietparteien, welche (das muß man ihr zu Gute halten), das Gespräch suchte und sich entschuldigte. I would like to repeat that because it sounds vaguely important: Der Vermieter hat, zusammen mit der Drohung, erwähnte Mietparteien rauszuwerfen, mein Kündigungsschreiben in Kopie an ebendiese weitergeleitet. Komplett. Vollständig. Inklusive Briefkopf. Name, Adresse (okay, das können die sich auch selbst herleiten), Telephonnummern, mobil als auch weniger beweglich, sowie Emailadresse.

Ich weiß nicht, ob das so klug war, Leuten, die dann, sollten sie deshalb vielleicht wirklich eines nicht allzufernen Tages auf der Straße stehen, wörtlich wie auch figurativ, einen gewissen Groll gegen mich hegen mögen (welcher aber verblaßt, gegenüber dem Groll, den ich ihnen gegenüber zu hegen vermag, das sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt), wirklich sämtliche Arten, mit mir Kontakt aufzunehmen, an die Hand zu geben. Dem Mißbrauch ist hier nicht nur Tür und Tor geöffnet, nein, um ihm den Eintritt zu erleichtern wurde hier eine ganze Häuserwand entfernt, auf daß er (der Mißbrauch – welcher mit dem ihre Hilflosigkeit ausnutzenden Beischlaf mit einer jüngeren und unverheirateten Dame aus gutem Hause und englischem Sprachraum so gar nichts gemein hat, von ein paar Silben mal abgesehen, ebensowenig stellt dies einen (wenn auch schönen) Imperativ gegenüber besagter Dame dar, mit der Aufforderung, einen nicht näher spezifizierten Gegenstand zu verwenden) meine Kommunikationsmöglichkeiten auch nicht zu verfehlen in der Lage sich befinde.

Man sollte doch meinen, daß Leute, die ein Pfandbüro leiten, etwas sensibler mit den Adreßdaten, die ihnen so in die Finger kommen, umgehen können. Offenbar falsch gemeint.

Update: Weil sich so viele beschwert haben, das sei so schwer verständlich:

Datenkrake

Alle Welt schimpft über das StudiVZ. Datenkrake und so. Verdeckte Datensammlung.

Als ob man grundätzlich und allein durch die Teilnahme am Dienst bereits sämtliche persönlichen Details inklusive sexueller Vorlieben von sich preis gegeben hätte. Okay, da können durchaus eine Menge persönlicher Daten stehen – wenn man sie denn einträgt. Denkt man nur in schwarz oder weiß, alles oder nichts – dann kann dieser Dienst durchaus problematisch werden. Wie immer liegt die Wahrheit aber irgendwo dazwischen. Wer fähig ist, sich im Voraus zu überlegen, was er von sich preisgeben will, bevor er es hinaus posaunt, der kann einem solchen Dienst durchaus Positives abgewinnen, ohne der Welt Saufpartyphotos und Bilder von Wet-T-Shirt-Contests zu präsentieren.

So zum Beispiel auch Frau B. aus P., welche kürzlich ihren Führerschein verloren hatte. Google spuckte nichts aus, das Stud.IP verhielt sich ähnlich schweigsam, aber das StudiVZ fand sie dann doch.

So schlimm war das ja dann doch nicht. Und ich weiß immer noch nichts über die sexuellen Vorlieben der Frau B. aus P.

NTFS mit dem Herrn Eft

Ubuntu ist ja schon putzig, allerdings konnte ich mich bisher nicht dazu durchringen, vollständig zu wechseln, nicht zuletzt, weil es doch ein paar Sachen gibt, dir mir fehlen würden. Eine funktionierende Alternative zu ActiveSync zum Haifisch. Drum liegt doch noch so einiges auf diversen NTFS-Partitionen. Zwar konnte ich diese bisher ohne Probleme lesenderweise mounten – schreiben kann ich darauf aber nicht.

Dem kann aber abgeholfen werden. Zunächst schmeißt man den Synaptic packet-manager an und unter Einstellungen / Paketquellen / Software von Drittanbietern klicke der geneigte Nerd auf “Add…”. Er füge nun folgende Zeile ein und bestätige:

deb http://ntfs-3g.sitesweetsite.info/ubuntu/ edgy main main-all

Das Gleiche nochmal mit:

deb http://flomertens.keo.in/ubuntu/ edgy main main-all

Jetzt wechsele man zu dem Reiter “Authentifizierung” und klicke auf “Schlüsseldatei importieren” und wähle die Datei aus, welche man sich zuvor heruntergeladen hat. Das Einstellungsfenster kann nun geschlossen werden. Das Repository muß nun neu geladen werden, was der entsprechend benannte Button ganz links beursacht. Sucht man nun nach ntfs-config sollte das gleichnamige Paket gefunden werden und die Installation kann beginnen.

Anwendungen / Systemwerkzeuge legt nach gethaner Arbeit das “NTFS-Konfigurationstool” frei, mit welchem man dem Herrn Eft nahezulegen vermag, doch bitte den Schreibzugriff auf die NTFS-Partitionen zu aktivieren.

(Geht nur leider nicht, wenn man Windows selbst nur per Hibernation runtergefahren hat, weil die Platte dann als “unter Benutzung” markiert ist. :()

und das Leben imitiert die Kunst

Die Kunst imitiert das Leben …

sagt man, doch das Ganze hat auch eine andere Richtung. Gelegentlich imitiert das Leben die Kunst. Daß Terroristen zivile Flugzeuge als Raketen mißbrauchen könnten, hatte Tom Clancy schon lange vor 9/11 in Romanform festgehalten. Jules Vernes schrub von Hubschrauben und U-Booten, lange bevor sie erstmals gebaut wurden (wobei das mit den U-Booten durchaus diskutiert wird – dieses kleine Detail möge den geneigten Leser jedoch nicht von der Grundaussage ablenken). Romane sind heutzutage ja schwer out, weswegen nunmehr das bewegte Bild den imaginativen Fortschritt zu zeichnen für sich in Anspruch nimmt. Fernsehen for Volksbildung, sowas ähnliches wußte man schon 1996. Das Leben imitiert die Kunst und das oft mit erschreckendem Detail.

Mithin muß ich der Ausführung des Gerichts aber hier recht geben, wenn auch aus anderen Gründen, als so mancher anderer. Daß man niemanden zwingen können sollte, Vater zu werden, erscheint einleuchtend (“Mein Spermium gehört mir!X-D). Daß dies so rum wie andersrum gelten sollte, hat sich aber leider noch nicht bis zu allen herumgesprochen.

Widerhall und Widerspruch

Tokio Hotel und Bushido bekommen einen Echo als beste nationale Künstler. Das ist also ganz offiziell das Beste, was dieses Land zu bieten hat, musiktechnisch. Pachelbel, Bach, Mozart – und all das gipfelt dann in Bushido und Tokio Hotel. Die Namensgeberin der Auszeichnung, Ηχώ, ihres Zeichens Symbol für angenehme, das Gehör beglückende Stimmen und (Achtung, Buzzwordalarm) audio-visuelle Sinnlichkeit, würde sich im Grabe umdrehen. So sie denn eines hätte.

Wer allerdings eine so benannte Auszeichnung wirklich (wieder) zu Recht erhalten hat, ist die herzallerliebste Ketevan Melua. Aber als “beste Rock-Pop-Sängerin international”? Rock? Pop? Hat einer der Entscheidungsträger überhaupt mal in die Alben von Frau Melua reingehört?

Hm, Jazz, Blues, das kennen unsere Zuschauer ja alles gar nicht, ach, wir stecken die einfach in die Sparte Pop. Das merkt schon keiner!

Irgendwie zerrt das jetzt alles sehr an der Glaubwürdigkeit des ganzen Events. Aber wer erwartet schon Glaubwürdigkeit bei einer Veranstaltung, die maßgeblich von einem Sender, der gemeinhin als “Bild-Zeitung des privaten Rundfunks” bekannt ist, getragen wird?

Der Ex-Ex-Schluchtenscheißer

Isolde Saalmann hat ein Problem. Okay, das haben die allermeisten von uns, das eine oder andere Problem. Aber manche Probleme kann man sich auch konstruieren, wenn einem fad ist und man offensichtlich sonst keine zu bewältigen hat. Wie Frau Saalmann. Während das ganze Land offiziell die Erbschuld seiner Vergangenheit auf seinen Schultern trägt und um Vergebung bittet, wenn es sagt “Ja, wir Deutschen waren böse”; währenddessen würde die Frau Saalmann, ihres Zeichens SPD-Politikerin aus Braunschweig, den Hitler gerne wieder los werden. Der Hitler soll kein Deutscher mehr sein, sagt sie. Der Spiegel schreibt:

Fast 62 Jahre nach seinem Tod droht Adolf Hitler der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit: Eine SPD-Politikerin aus Braunschweig will seine Einbürgerung von 1932 annullieren – als “symbolischen Schritt”.

Mal von der juristischen Tatsache abgesehen, daß es völlig unmöglich ist, jemandem, der, unter welchen Umständen auch immer, einmal Deutscher geworden ist, diesen Status wieder zu entziehen, wenn derjenige dann staatenlos wird und diese Regelung immerhin im nicht ganz unwichtigen Grundgesetz dieses Landes zementiert ist (und das mit gutem Grund, haben doch gerade die Nazis von der Methodik der Ausbürgerung regen Gebrauch gemacht), also wie gesagt, davon mal völlig abgesehen – was will die gute Frau denn damit bezwecken? Deutlich machen, daß der Herr Hitler nie einer von uns war?

Bäh, der war gar kein Deutscher, der war Schluchtenscheißer, der Schisser, der, ohne die Österreicher gäb’s das all gar net, sollen die den doch zurücknehmen, mir wolle den net yadda yadda keif

Sowas hätte man sich vielleicht vor rund 75 Jahren überlegen sollen. Aber ihn jetzt (als symbolischen Akt, ooohoo) loswerden zu wollen, weil die Erinnerung an ihn etwas unangenehm ist – das klingt irgendwie auch danach, als wolle man damit auch die Verantwortung für die eigene Vergangenheit abstreifen. Hallo? Wir wissen alle, daß es so etwas wie die Erbschuld nicht gibt – und gäbe sie es, würden wir sie damit auch nicht los. Und die Tatsache, daß seinen Ergüssen eine nicht unbeachtliche Menge von gebürtigen Deutschen gebannt und nickend bis jubelnd gelauscht hat, macht die Abschiebung eines unliebsamen Staatsbürgers auch nicht wett.

Wie langweilig muß einem Politiker sein, daß er (sie) mit einem solchen Unfug an die Öffentlichkeit tritt? Wir (also dieses Land als Entität) haben uns die Scheiße eingebrockt, also müssen wir (s. o.) auch damit umgehen.

Weltuntergang

Im April 2036 soll der Asteroid Apophis möglicherweise auf der Erde einschlagen. Die Folgen wären relativ katastrophal, sagt man. Andererseits sind knapp 30 Jahre ein durchaus nicht allzu kurzer Zeitraum um einen Plan zu entwickeln, den pösen Procken auf den imaginären Poden zu chleudern. Die UN solle sich da was einfallen lassen.

Braucht sie aber gar nicht. Bis 2036 sollte das Space-Shuttle ja dann doch einen Nachfolger gefunden haben. Und das nutzen wir dann, um unser aller Held Jack Bauer auf den Mond Asteroiden zu schießen. Er foltert dann den Felsklotz so lange, bis er freiwillig die Bahn ändert.

Plagiarismen

Der Herr oktolyt macht’s vor – der Spiegel macht’s nach. Des scheidenden Ministerpräsidenten Stoibers gestammelte Werke.

Und sowas wird gewählt.

pflegte ich zu sagen. Stimmt aber nicht mehr. Dem Unsichtbaren, Rosa Einhorn sei Dank!